Seismologisches Observatorium

Einleitung

Das Institut für Geologie, Mineralogie und Geophysik betreibt ein Netz seismologischer Stationen, mit dem Bodenbewegungen, die durch Erdbeben verursacht werden, gemessen werden können. Es werden Fernbeben registriert, die sich weltweit vor allem an Plattenrändern ereignen. Die an den Stationen gemessenen Seismogramme tragen weiterhin zur Auswertung von Beben bei, die sich in Deutschland z. B. im Rheingraben oder in der Niederrheinischen Bucht ereignen. Registriert, detektiert und geortet werden insbesondere Ereignisse im Ruhrgebiet, die in Regionen mit aktivem Bergbau auftreten. Die stärkeren Ereignisse werden im Gebiet des Epizentrums als Erschütterungen gespürt.

Seismizität des Ruhrgebiets und Ibbenbürens

Das Ruhrgebiet wird seit 1983 kontinuierlich seismisch überwacht. In diesem Zeitraum hatten die Ereignisse Magnituden kleiner drei. Ereignisse mit Magnituden kleiner 1,5 werden in der Regel an der Erdoberfläche nicht gespürt und können nur durch empfindliche Messgeräte nachgewiesen werden. Registriert werden auch Ereignisse im Bereich der Anthrazit-Lagerstätte Ibbenbüren im Teutoburger Wald. 1981, 1991 und 2003 hat es bei Ibbenbüren Ereignisse mit Magnitude größer vier gegeben.

Kernwaffentest in Nordkorea

Seismogramme Nordkorea 12. Feb. 2013

Nordkorea hat am 12. Feb. 2013 um ca. 12:00 Ortszeit (4:00 MEZ) vermutlich einen dritten Kernwaffentest durchgeführt. Die seismischen Wellen haben nach ca. 11 Minuten und 36 Sekunden das ca. 7500 km entfernte Ruhrgebiet erreicht. Die ankommenden Wellen sind in den Seismogrammen deutlich zu erkennen.

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Erdbeben am Niederrhein

Seismogramme (klein)

Am 8. September 2011 hat sich um 21:03 (MESZ) in der Nähe der Stadt Goch (Kreis Kleve) ein Erdbeben der Magnitude 4,4 ereignet.

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